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Wirtschaftsinformatik Herbstseminar 2009

Wer Effektiv wirtschaften will büßt Flexibilität ein

Wirtschaftsfachwissen und Erfahrungsaustausch. Dafür steht das Herbstseminar der Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Reutlingen. Hier Steven T. Blythe bei seinem Vortrag.


Herbstseminar der Wirtschaftsinformatik zum Thema Prozessentwicklung


Reutlingen. Rund 80 Gäste aus Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft haben sich am Mittwoch zum Herbstseminar der Wirtschaftsinformatik in der Hochschule Reutlingen eingefunden. Thema des Seminars: Prozessentwicklung: Der Schlüssel zur optimierten Organisation. Das Lösungen dabei nicht immer einfach sind, zeigte der amerikanische Manager und Unternehmensberater Steven T. Blythe in seinem Vortrag auf.


Effektivität, sprich perfekte Organisationsabläufe hätte auch ihren Preis und zwar bei der Flexibilisierung. Welche Folgen es hätte, wenn nur perfekte Organisationsabläufe das Maß aller Dinge sind, könne jeder bei Behörden erleben. Hier sein die Organisationsabläufe extrem wichtig – der Amtsweg müsse eingehalten werden, was auf Kosten der Felxibilisierung gehen. Unternehmen, so Blythe, sollten daher beide Punkte im Auge behalten.

Von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung berichteten bei den Herbstseminar Vertreter mittelständischer Unternehmen aus der Region. So erläuterte etwa Jörg Schwingel von der Firma Braincourt, wie aus seiner Sicht Felxibilität und Prozessoptimierung zusammen gehen. Wichtig sein es zum Beispiel die Risiken frühzeitig zu erkennen und eine Transparenz bei der Planung. 

 


Die Referenten des Herbstseminars 2009. In diesem Jahr standen Lösungen für den Mittelstand im Mittelpunkt.

 

Über die Erfahrungen seiner Firma bei der Umstellung vom Flachbodenregal hin zum teilautomatisierten KLT Lager berichtete anschließend Jürgen Rauscher vom Reutlinger Unternehmen Spectra. „Basis unseres Weges war die Auswahl eines sehr flexiblen ERP-System und einem starken Software-Partner in 2000. Dies hat uns ermöglicht viele auch größere Veränderungen ohne Stillstände zu entwickeln,“ so Rauscher. 

Wie wichtig eine aktuelle Bestandsaufnahmen bei einer Prozessoptimierung ist, legten anschließend Björn Zwiesele und Doris Enderle von der Reutlinger Firma Wafios dar. „Wenn ich nicht weiß wo ich stehe, kann ich nicht wissen in welche Richtung ich mich bewegen muss," so die These der beiden. Den Abschluss der Tagung bildete

 der Vortrag von Prof. Dr. Nello Gaspardo von der ESB Business School an der Hochschule. Reutlingen. In seinem Vortrag widmete sich den Aspekten im länderübergreifenden Einsatz von Lösungen Gaspardo zeigte dabei auf, wie kulturell bedingte unterschiedliche Denk- und Vorgehensweise, z.B. Direkter vs. indirekter kommunikativer Ansatz; Beziehungsorientierung vs. Sachorientierung, Lösungen behindern können. Ein weitere Punkt, die eine internationale Zusammenarbeit schwierig mache, sei zum Beispiel das unterschiedliche Zeitverständnis und deren Auswirkungen auf die Unternehmensprozesse. Gaspardo plädierte in seinem Vortrag dafür Verständnis für kulturelle Unterschiede zu zeigen und sie nicht als Problem sondern vielmehr als Chance nutzen 

Organisiert wurde das Herbstseminar der Wirtschaftsinformatik auch in diesem Jahr von Prof. Dr. Herbert Glöckle und Prof. Armin Roth die in ihren Vorträgen auf die wissenschaftlichen Aspekte der Prozessoptimierung eingingen.


Letzte Änderung: 04.08.2010 - Verantwortlich: Alfred Siewe