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Berufsfelder

Der IT Branche werden in den nächsten Jahren die höchsten Zuwachsraten prognostiziert. Wirtschaftsinformatiker und Medien- und Kommunikationsinformatiker der Hochschule Reutlingen bedienen heute schon die Anforderungen in In-dustrie und Handel und stellen sich auf wachsende Märkte ein. Die Berufsfelder von Wirtschaftsinformatik und Medien- und Kommunikationsinformatik sind aus der Sicht der In-formatik ähnlich, bedienen aber unterschiedliche Branchen. 

Wirtschaftsinformatik:

In der Wirtschaftsinformatik haben sich die Berufsfelder in den letzen Jahren erweitert: Kommerzielle Informations- und Kommunikationssysteme ermöglichen, moderne In-frastrukturen und Werkzeuge für die Geschäfts- und Kommunikationsprozesse zu entwickeln und anzupassen. 


Mit virtuellen Welten und Medienprogrammierung erforschen wir im Studiengang WI die neuesten Entwicklungen auf Basis der Internet-Technolgien. Ein Besipiel ist das Managementcockpit zur Steuerung von betrieblichen Prozessen in Unternehmen und Konzernen.


Wirtschaftsinformatiker arbeiten heute in fast allen Betrieben und Unternehmen. Langjährige Kontakte pflegen wir zu dem Unternehmen SAP, sowie den Firmen Bosch, Hugo Boss, Porsche und einer Vielzahl klein- und mittelständischen Unternehmen aus der Region, bundesweit und aus dem Ausland. Branchenkontakte greifen in den Lebensmittelhandel, die Elektroindustrie, die Autoindustrie oder Han-delsunternehmen, Banken u.v.m. 


Ein Schwerpunkt im Studiengang WI ist das SAP System. Dieses kommerziell sehr erfolgreiche System der Firma SAP in Walldorf, deckt den größten Teil aller betriebswirtschaftlichen Planungs-, Steuerungs- und Abrechnungsaufgaben ab, die in einem Unternehmen anfallen. Dieses System kann auf unterschiedlichste Unternehmenstypen und Branchen angewendet werden. Seit September 2007 sind an der Fakultät Informatik sieben SAP-Systeme im Einsatz.

Medien- und Kommunikationsinformatik:

Die Ausbildung bei mki zielt in erster Linie darauf hin, die Studenten als zukünftige Konstrukteure und Entwickler für sämtliche Softwareanwendungen der gesamten IT Branche auszubilden. Die Studienabgänger werden Informatiker, also Architekten für Softwaresysteme und für die Mensch-Maschine- Interaktion (MMI). Aus diesem Grunde werden im Studium auch kreative und medientechnische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt.

Einige Bespiele:

 

Die mediale Zukunft liegt im Web:

Virtual Reality (VR), dreidimensionale Darstellungen (3D), die technische Kommunikation über das Inter- und Intranet, audiovisuelle und interaktive Präsentationen gehören zum Alltag im Web und in der Industrie. Anfragen, Kooperationen und Projekte mit Partnern aus Medizin, der öffentlichen Hand und der Industrie landen beim Studiengang mki und belegen, dass die Koppelung aus Informatik, technischer und medialer Kommunikation das Zukunftsthema in der In-formatik sein wird. Internetfernsehen wie von t-home, dem Springer Verlag, RTL, online Journalismus und Crossmedia der Lokalpresse, setzen auf das Internet. 

Information und Leitsysteme:

Die Entwicklung interaktiver Informationssysteme für Besu-cher in Museen. Dabei können Besucher mit einem PDA (Personal Digital Assistant), also mit einem kleinen tragbarer Computer, verschiedene multimediale Informationen abrufen: Filme, gesprochene (Audioguide) und geschriebene Texte, Bilder, Leitsysteme.
 

Textil und Design:

Entwicklung von 3D Programmen für die Herstellung von Kleidung in der Textilproduktion. Zukünftig soll ein „manns-hoher“ Scanner die individuellen Maße von Damen und Her-ren abtasten, mit deren Daten dann im 3D Programm auf dem Monitor gleich die maßgerechte Kleidung des Kunden anzusehen ist. Noch bevor der Anzug oder das Hemd über-haupt hergestellt ist, kann mit dem Kunden der Schnitt, das Material, die Farbe und der Stoff ausgewählt werden. Passt alles im Sinne des Kunden, wird gleich das Schnittmuster aus dem Drucker ausgegeben.
 

Medizintechnik:

Die medizinische Informationstechnologie (MIT) untersucht, wie teleradiologische Bildkommunikationen aus Arztpraxen in Spezialkliniken per Email übermittelt werden, zur besseren Bewertung und Diagnose. Dazu kommt der Einsatz von 3D Informationen in der Neuroradiologie (Kopfbereich) für eine automatische Bildauswertung. Dabei können bei Krebs und anderen Krankheiten dreidimensionale Bilder bessere und genauere Informationen für die Behandlung liefern. Weitere Forschungsobjekte sind Informationssysteme für Patienten in der Strahlentherapie zur Krebsbehandlung. Hier wird die Strahlentherapie zu Demonstrationszwecken visualisiert, so dass der Patient über seine Behandlung informiert werden kann.

Programmentwickler:

Informatiker der Medien- und Kommunikationsinformatik werden überall dort tätig, wo es gilt neue Programme zu entwickeln: zum Beispiel in der Industrie für die dreidimen-sionale Darstellung von Designermodellen oder für die Ent-wicklung von Prototypen technischer Produkte. 

Mittlerweile hat der Studiengang mki viele Kontakte zu Fir-men aus der Region, die im herkömmlichen IT Bereich, aber auch im Bereich der Multimedia tätig sind: von kleineren Werbeagenturen und Softwareschmieden, bis hin zu den großen Unternehmen wie Daimler, Siemens, Bosch, SAP und privaten und öffentl.-rechtlichen Fernsehanstalten bundes-weit.

Die Konstruktion und Entwicklung digitaler Programme und Systeme, die Verbreitung der Informationen in digitaler Form fordert aktuell die Branche der Informatik heraus. Hier werden vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung die höchsten Zuwachsraten für die nächsten Jahre prognostiziert. Auch in diesem Bereich fehlen in Deutschland aktuell Fachkräfte.

Ein Informatikstudium, Medien- und Kommunikationsinfor-matik oder Wirtschaftsinformatik bietet attraktive Zukunftsperspektiven. Unsere Studenten sind in der Wirtschaft sehr gesucht, wie die Abgängerstatistiken belegen.

Boris Terpinc




 
Letzte Änderung: 22.12.2008 - Verantwortlich: