Bedarf
Zielgruppe
Im Bachelor-Studiengang gab es in den letzten drei Jahren über 400 Bewerber pro Jahr, für den Master-Studiengang bewarben sich zwischen 53 und 98 Bewerber.
Informatik - Wirtschaft - Wirtschaftsinformatik
Zielgruppe der Reutlinger Wirtschaftsinformatik sind Studieninteressenten mit und ohne einschlägige berufliche Vorkenntnisse, die Interesse daran haben, sich Herausforderungen in innovativen informationstechnischen und betriebswirtschaftlichen Aufgaben im vierten Sektor zu stellen. Wichtig für ein Studium der Wirtschaftsinformatik in Reutlingen ist nicht nur die Bereitschaft, sich fachlich weiterzuentwickeln, sondern auch die Offenheit, intellektuelle und soziale Kompetenzen ausbilden zu wollen.
Untersuchungen zu den Gründen, das Wirtschaftsinformatikstudium in Reutlingen zu absolvieren zeigen, dass die Kombination aus Informatik und fachlicher Anwendung ein ausschlaggebendes Kriterium für die Studienwahl ist und etwa ein Drittel der Studierenden auf einer einschlägigen Berufstätigkeit aufbauen können.
Positionierung der Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt
Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker können in der Praxis aufgrund ihrer breit angelegten Ausbildung sowohl generalistische, koordinierende Tätigkeiten als auch Spezialaufgaben wahrnehmen: Im Management bei der Analyse und Lösung ökonomischer Problemstellungen auf dem Hintergrund modernen Informatikwissens. Spezielle Aufgaben ergeben sich z.B. bei der Planung, Konzeption, Entwicklung und dem Einsatz von Software-Produkten und bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.
Berufsfeldbezogene Nachfrage
Die vom Studiengang vermittelten Fähigkeiten und Kenntnisse ermöglichen eine beispielhafte Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt:
Management
Die neuen Informations- und Kommunikationssysteme erfordern eine Vielzahl neuer beruflicher Positionen, die für das künftige Geschäft der Unternehmen von zentraler Bedeutung sind. Neben integrierten Anwendungssystemen werden neue Konzeptionen des E-Business zu realisieren sein. Managemententscheidungen kommen ohne fundiertes Informations- und Kommunikationswissen nicht mehr aus. Man wird deshalb in Zukunft auch vermehrt Wirtschaftsinformatiker im Topmanagement von Unternehmen antreffen.

Informatik-Projekte
Für neue Konzeptionen und die Realisierung von Informationssystemen sind heute in der Regel Projektteams verantwortlich. Die beruflichen Positionen "Projektleiter", "Softwareentwickler", und "Qualitätssicherer" bestimmen maßgeblich den Erfolg der Teams mit. Bei der Systementwicklung mit ihren Teilbereichen Analyse, Design, Realisierung und Test sind kompetente Entwickler für Anwendungssysteme und Komponenten unverzichtbar. Insbesondere objektorientierte Internet- und Multimedia-Systeme für kommerzielle Anwendungen werden durch modernes Software-Engineering geplant, konzipiert und erfolgreich realisiert.
Organisation von Geschäftsprozessen
Die betriebliche Organisation muss im Zusammenspiel mit den neuen Informations- und Kommunikationssystemen gestaltet werden. Wirtschaftsinformatiker tragen mit ihren Kernkompetenzen dazu bei, Geschäftsprozesse und integrierte Systeme professionell zu gestalten.
Systempflege und Anwenderbetreuung
Wirtschaftsinformatiker werden auch dazu ausgebildet, auf dem Markt verfügbare Standard-Software zu beurteilen, zu konfigurieren, eventuell anzupassen, weiterzuentwickeln und zu betreuen.
Marketing
Das Marketing für Produkte der Informationstechnologie (IT) erfordert gediegene Fachkenntnisse über Informations- und Kommunikationssysteme. Deshalb sind Wirtschaftsinformatiker für den Einsatz als IT Marketing-Experten sehr geeignet. Sie sind kompetente Gesprächspartner, die auf die Probleme der Kunden eingehen und sich in den neuen Märkten der Informationstechnologien bestens auskennen.
Schulung und Wissenstransfer
Die Anwender von Informationssystemen müssen geschult und beraten werden. Wirtschaftsinformatiker können sowohl die fachlichen Denkweisen als auch die modernen Technologien vermitteln.