Praxisbezug, Forschungsbezug, Praktika, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Berufsbefähigung des Abschlusses
Das Reutlinger Modell der Wirtschaftsinformatik betont insbesondere die Integration innovativer Informatiktechnologien mit aktuellen betriebswirtschaftlichen Konzepten, um sowohl eine Berufsbefähigung sicherzustellen als auch die Fähigkeiten zum Erwerb tiefergehenden theoretischen Wissens zu erwerben. Vermittelt werden insbesondere die interdisziplinären Zusammenhänge der Wirtschaftsinformatik sowie die Wechselwirkungen mit anderen Fächern. Hierzu müssen die Studierenden am Ende des Studiums die Fähigkeit besitzen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden. Diese Fähigkeit bezieht sich sowohl auf den Stand der wissenschaftlich-theoretischen Entwicklung in der Wirtschaftsinformatik als auch auf die Umsetzung dieses Wissens in praxisrelevante Lösungen. Nachgewiesen werden die theoretischen und die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen Fachkenntnisse insbesondere in ein-jährigen Entwicklungsprojekten (Master) und in den Abschlussarbeiten.
Durch das in sich abgestimmte Curriculum werden die hierfür erforderlichen Kompetenzen kontinuierlich aufgebaut, um sowohl einen Praxis- und Forschungsbezug als auch eine Berufsbefähigung sicherzustellen. Diese logische Struktur ist insbesondere nachvollziehbar im Zusammenhang zwischen den folgenden Veranstaltungen und den darin vermittelten Kompetenzen.
Veranstaltungen | vermittelte Kompetenzen |
Wirtschaftsinformatik 1 (WIB01) Datenbanken (WIB09) | Kompetenz der Einordnung von Komponenten und Aufbauprinzipien betrieblicher Informationssysteme |
Einführung in die Wirtschaftswissenschaften (WIB03), Semester-Projekt (WIB18) | Problemlösungskompetenz für Analyse, Konzeptions- und Syntheseprozesse |
Wirtschaftsinformatik 2 (WIB05) Unternehmensmodellierung (WIB15 Semester-Projekt (WIB18) | Methoden- und Modellkompetenz für Analyse, Entwurf und Realisierung von Geschäftsprozessen und Informationssystemen |
Jahres-Projekt 1 (WIM01) Jahres-Projekt 2 (WIM05) | Fähigkeit zur Bearbeitung einer komplexen Problemstellung der Wirtschaftsinformatik |
Vertiefungsmodul/Wahlfächer (WIM11) | Vertieftes integratives Wissen in einem Wahlbereich |
Zielzahl/Ziel-Betreuungsrelation
Bachelor: 40 Studierende pro Semester
Master: 15 Studierende pro Semester
Üblicherweise werden für Praktika und Projekte kleinere Gruppen gebildet, um eine intensivere Betreuung zu ermöglichen. Die Größe variiert dabei in Abhängigkeit der Veranstaltung. Bei praktischen Übungen in den Anfangssemestern wird die Gruppe in der Regel halbiert, während bei Projekten in den höheren Semestern eher 3-4 Personen in einem Team zusammenarbeiten.